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Samstag 7. Juli bis Sonntag 8. Juli: Exploring secret rooms - eine 20-Stündige Performance


Samstag 7. Juli 16h – Sonntag 8. Juli 12h in der Voirie Biel – Brunngasse 1

Mit: 
Luca Forcucci – Live Elektronik und Field Recording
Rea Dubach – Stimme und Elektronik
Christian Zemp – E-Gitarre
Judith Wegmann – Piano und Präparationen
Stephan Hostettler – Visuelle Gestaltung und Video Installationen (Mechanismus)
 
In Performances mit extremen Spiellängen findet eine Reduktion auf das Wesentliche statt. „Die Zeit“ ist das, was die Musik von allen Künsten unterscheidet. Wenn man definieren sollte, was Musik ist, meine ich: „Die Zeit“ ist das Entscheidende: Jetzt, nachher, vorher, gleichzeitig, oft, selten, nie, immer. Und damit haben wir schon ein ganzes Werk. Dies steht bei unserer Performance im Zentrum. Es ist für uns eine prinzipielle Frage, in welchem zeitlichen Raum die Musik spielt. Zahlreiche Komponisten, Kunstschaffende, Philosophen und Theoretiker haben hier geforscht, recherchiert und über Jahrhunderte immer wieder neue Thesen erstellt.

Der Begriff „Zeit“ und seine einhergehende, direkte Auswirkung auf unser tägliches Erleben, ist im Positiven wie im Negativen ein beeinflussendes Element. Als ein von Menschenhand erfundenes Selbstkonstrukt, getaktet mit (fast) proportionalen Einheiten wie Jahr, Monat, Tag, Stunde, Minute, das uns mehrheitlich global vorschreibt wie man zu Leben und zu Denken hat.
Kaum erstaunlich daher, dass das Thema «Zeit» in philosophischen Essays, wissenschaftlichen Untersuchungen und populären Lebensratgebern immer wieder präsent ist. In der bildenden Kunst wie in der Musik spielen die Zeit und das Denken darüber eine wichtige Rolle.

Wir fünf Musiker/-Innen möchten dieser Frage nun in einer speziellen Performance gemeinsam auf den Grund gehen. Im Zentrum steht dabei „das Zeit haben“. – Zeit, in der wir verharren und der Langsamkeit Raum geben. Zeit für Musik, Bögen zu spannen und über 24 Stunden gemeinsam einen Klangraum zu erschaffen. Einerseits ist es ein Statement „sich Zeit nehmen“ und sich dem schnellen Wandel der heutigen Zeit einen Moment lang zu widersetzten. Heute, wo alles in einer Geschwindigkeit voranschreitet, und kaum ist etwas entstanden, wird es bereits weiter entwickelt oder verlischt und verschwindet. – Anderseits faszinieren uns die künstlerischen Aspekte und Fragen, denen wir auf den Grund gehen möchten.
Es wird eine Grenzerfahrung sein, die musikalisch wie körperlich eine Herausforderung stellen wird. Künstlerisch möchten wir dieses Extrem durchleben und ausloten.

Wir werden subtil mit viel Raum die Zeit in Musik verwandeln. Klänge in die Welt setzen, deren Schwingungen den leeren Raum vorübergehend „besetzen“, ehe sie wieder in die Stille – in das Verlöschen – zurückfallen.

Als Erfahrung in dieser Performance bietet das Thema „Zeit“ in der Musik immer wieder zurückblickende und neue Perspektiven. In unserem Werk wird Raum und Musik reflektiert. Zeitstrukturen, die sich aus der Beobachtung zu Bildern ergeben. „Zeit“ als solche besitzt keine Eigenschaften, sie ist Abstraktion des Vor- und Nacheinanders von Ereignissen und wird nur durch das Miterleben und Mitbewusstsein von Vorgängen konkret fassbar.

Will man Merkmale, Dimensionen und Bedingungen erlebter Zeit erkunden, dann ist Musik ein besonders geeignetes Phänomen: Sie gibt in ausgezeichneter Weise Aufschluss über Strukturierung und Weisen der Zeiterfahrung. Zeitlichkeit ist ein so wesentliches Merkmal von Musik, dass man sie häufig, „die Zeitkunst par excellence“ nennt. Durch ihren irreversiblen Verlauf scheint Live-Musik etwas Flüchtiges zu sein, sie hat nahezu besitzt sie etwas Phantomhaftes: Eine blosse Episode in der Zeit, davor nichts, danach nichts. Man kann sie nicht festhalten, sie verfliesst unweigerlich im Zeitstrom. Sie scheint nirgends zu sein, blosser Zeitfluss; weniger als ein Atemhauch, dessen Spuren man sehen kann.

Musik ist eine Reflexion der Zeit, in der sie entsteht.“  Zitat von Diana Ross

6 juillet, 20:00: CONCERT Pablo Lacolla y Los Capitenes del Espacio & L'imaginaire d'Anatole

20.00 Pablo Lacolla y Los Capitenes del Espacio

Pablo Lacola - Voc, Percussions
Mauro Damiano - Guitare
Mark Brunner - Guitare
Marco Chavez - Basse
Loulitta Stavridi - Percussions
 
Pablo Lacolla, Perkussionist und Songwriter mit argentinischen Wurzeln hat seit Jahre Musiker aus aller Welt auf Schlagzeug und Perkusionsinstrumenten begleitet. Ebenso gute Figur macht er als Komponist und Sänger seines neuen Projektes "Lacolla y Los Capitenes del Espacio". Explosiv, verspielt, reizend und feurig tönt die Band mal nach kubanischem Orchester, ,al nach Cumbia Columbiana, nach Reggae, nach Samba und ist dort zuhause, wo getanzt wird. 
 
 

21.00 L'imaginaire d'Anatole

Anatole Buccella - Guitare 
Pino Zortea - Basse
Jessie Cox - Batterie
 
Trio improbable issu de la collaboration de trois musiciens originaire de Bienne. Leur musique se démarque par l'utilisations d'harmonies simples calquées sur des grooves intemporels dignes de faire baver les amateurs de Sun Râ. Ne manquant pas d'improviser parfois complètement leur set, ce trio électrique ne manquera pas de vous faire voyager à travers les temps où ceux-ci ne deviennent alors plus qu'une illusion.

 
 

22.06.2018 à 20:30, CONCERT: Hamid, Saadet, Moser


Saadet Türköz ( Kazakh Turks) Voice, Lyrik
Christian Moser (CH) Oud, Effect
Hamid Khadiri ( MA/CH) Guembri, Vocal, Perc 

Hamid dans Chouya improvisation démontre la diversité et le potentiel créatif d'un large éventail de Frame Drums, y compris les solos sur le Riq (Tambourine égyptien), Darbouka (Tabla Oriental), Tabla Indien, ainsi qu'un solo sur Bass « Guembri de Gnawa  «Trance Music» mettant en vedette des techniques du Maroc, de l'Inde et l’afrique. En outre, Hamid crée un solo polyrythmique et multi liminaire sur Darbouka qui utilise des techniques  Polyrythmiques, Asymétrique. Hamid engage le public pour une immersion dans son style de musique de Gnawa avec  propre composition du chant et des vocalisations de Frame Drum, Tabla Indien, Bendir et Riq.


 

13.04, 20:00, Concert: Curcuma


Curcuma

La Voirie 13.04.2018 à 20h

Jean Jacques Pedretti (CH) trombone, coquillages, sagat
Hamid Khadiri (MA/CH) percussions, guembri (sintir), vocal


Hamid Khadiri messager des rythmes multiples (le coeur) et Jean-Jacques Pedretti messager du souffle profond (le vent), tous deux adeptes de ce bon et bel épice q'est le curcuma, présentent un répertoire de compositions originales fait de rythmes transes et de mélodies soufflées à la limite de la brisure. Des couleurs, des odeurs et des voyages, ou`le partage de deux cultures forment un monde poétique. Qui sait... peut-être le vent apportera-t-il de la poussière de curcuma au coeur? 

https://www.hamidkhadiri.ch/projects/curcuma/

31.03.2018, 20:00 double concert: Kokon + White Pulse

20.00 Kokon
 
Julia Rüffert: Posaune/Komposition
Kevin Sommer: Bassklarinette
Anatole Buccella: Gitarre

 
Zusammengestellt von Julia Rüffert im Sommer 2017 ist dieses Trio noch ziemlich jung. Man möge ihm deshalb seinen jugendlichen Grössenwahn verzeihen; es hat nämlich viel vor: die Melodie entmachten, das Klischee rehabilitieren, dem Chaos huldigen, die Wiederholung zelebrieren und die Schwerkraft aufheben. Drei Instrumente mit ungefähr gleichem Tonumfang verflechten sich ineinander und umspielen sich gegenseitig. Dabei werden Melodiefetzen durchgereicht, Duos im Trio geformt und aufgelöst, Zeitspannen gedehnt und Rhythmen verdreht. Das Ganze ist manchmal brachial, aber öfter filigran und fragil und will am Ende doch nur gute Musik sein.
 
 


21.00 White Pulse

Pablo Lienhard: Sax/Elektronik
Phillip Saner: Gitarre/Elektronik
Florian Kolb: Schlagzeug


White Pulse ist Trump-Jazz – Wut und Frustration der Bedeutungslosen, die sich ihrer Bedeutungslosigkeit bewusst geworden sind. Aufgestaute Enttäuschung infantiler Allmachtsfantasien und unbändiger postpubertärer Trotz auf der Suche nach einem Ventil. Und findet sich kein Sinn, so finden sich zumindest Opfer. Denn ohne Ventil kommt es zur Explosion. Und die Explosion hat weder Richtung noch Ziel, sondern ist reine Intensität und reine Destruktion. White Pulse macht Freude. Fernab aller akademischer Kategorien haben sich Florian Kolb, Pablo Lienhard und Philipp Saner ein musikalisches Kollektiv geschaffen, in dem nichts passiert, was nicht passieren muss und doch alles passiert, was passieren kann. Die Band ist anarchistisch und bewegt sich von einem ekstatischen Höhepunkt zum nächsten, oftmals komplett ohne Bindeglied.
 
 
 
 

30.03, 20:00, Concert: CHOUF Melody OF Rhythm


Lionel Friedli (CH) Drums
Issa Kouyaté (SEN) Kora, Vocal
Hamid Khadiri ( MA/CH) Guembri, Vocal, Perc

CHOUF MELODY OF RHYTHM

(Avec le soutien de la Ville de Bienne et Canton Bern)

évocateur de rêves sonores et de transes ensorcelantes. Dans ce nouveau voyage où les refrains entêtants cohabitent avec un grosse divinement chaloupé, le chanteur, percussionniste marocain atteint un superbe équilibre entre jazz, musique gnawa, et musique sénégalaise. "Chouf" est un jazz métisse et organique célébre la vie et les cultures du monde dans un langage musical onirique et captivant. Elément fondateurs de chouf guembri, percussion, chant de hamid khadiri et la batterie de lionel friedli ont forgé l'identité sonore du groupe reconnaissable entre toutes. D’abord duo, puis devenu trio avec issa kouyatè de tradition griots/ jali family, un célèbre musicien de kora et chant au senegal.
Chouf" trio n'en finit pas d'inventer des voyages passionnants, d'un continent à l'autre, entre Jazz et l'improvisation. Ces trois musiciens-magiciens, reliés par une intime connivence, nous incitent à la découverte d'un univers poétique énergétique et généreux.


Sonntag, 25. Februar um 19 Uhr, Konzert: Dans un rêve..

Dans un rêve.. mit Deborah Marchetti, Judith Wegmann & Stephan Hostettler
Die Geigerin Deborah Marchetti und die Pianistin, Judith Wegmann, widmen sich in der nächsten Konzertsaison Duo Werken für Violine und Klavier. Neben Sonatensätzen, sind im Programm viele kleine Werke und Bearbeitungen enthalten welche man eher selten im Konzertprogramm vorfindet.
Begleitet werden wir in diesem Konzertzyklus vom visuellen Gestalter Stephan Hostettler, der passend zur Musik feinfühlige Videoinstallationen entwarf. Zusammen mit seinen Installationen wird das Publikum auf eine poetische, musikalische wie auch visuelle Reise eingeladen.
Die Musik und die visuellen Bilder  ergänzen sich gegenseitig und kreieren einen Raum, worin sich die Musik und visuelle Wahrnehmung spiegeln und ergänzen und zu einem stimmungsvollen Ganzen bilden.
Die ausgesuchten, eher kürzeren Stücke, verfügen über sehr viel Schönheit, Sanftmut, Ausdruck und Wärme.
Es sind kleine Werke, die einen immer wieder neu berühren und beim Anhören wie eine Einladung auf eine Reise in eine traumähnliche Landschaft wirken.
Wir haben uns für dieses Programm entschieden, weil wir das Publikum auf diese Klangreise einladen möchten. Man lehnt sich bei solcher Musik gerne zurück, lässt den Gedanken freien Lauf. Die Musik trägt mit ihrer Melancholie eine besinnliche Stimmung mit sich, aber ist doch nie traurig. Alles erscheint mit ihr ein wenig langsamer und ruhiger und man möchte in dieser Welt gerne ein Moment verweilen. 
Mit diesem Konzertzyklus laden wir die Gäste ein, sich mit uns in diese stimmungsvolle Welt einzutauchen.

Donnerstag, 1. Februar 2018, 19.00-20:00: KONZERT, DAY & TAXI

Christoph Gallio                   Sopran, C-Melody & Altsaxophone, Komposition
Silvan Jeger                           Kontrabass, Voice
David Meier                            Schlagzeug

Das Trio DAY & TAXI wird im Jahre 2018 30 Jahre alt und spiet Musik, die sich der Vergangenheit bewusst ist, die Gegenwart wahrnimmt und die Zukunft anvisiert.
Stilistische Heterogenität, Zufall, Minimalismen, Alltäglichkeit, Poesie und auch Künstlichkeit in Form von Sentimentalitäten werden zugelassen. Der gelassene Umgang damit prägt den einzigartigen DAY & TAXI-Sound, der die individuellen Qualitäten der Mitspieler vereint und aufleben lässt. 

PRÄGNANT Selten genug, dass einem Jazzmusiker Stücke von wenigen Minuten um die Ohren hauen. Dass diese dennoch Emotionen auslösen, zeigen DAY & TAXI. Der Aargauer Saxophonist Christoph Gallio hat sein langjähriges Trio mit den jungen Musikern Silvan Jeger (Bass) und David Meier (Drums) besetzt. Die 30 Stücke der zwei CDs sind kontrastreich und poetisch. Wie durch ein Zoom hört man das Wandelbare und Aufregende einer prägnanten Energie namans Jazz. KULTURTIPP, Pirmin Bossart, 2015

DAY & TAXI, this trio remains one of Europe's best kept secrets. - Bruce Lee Gallanter, DowntownMusicGallery, NYC, 2014